Erweiterung des Reutlinger Modells bei der Schulsozialarbeit

Link zum Originalantrag

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Keck,

zu oben genanntem Thema stellt unsere Fraktion folgenden Antrag:

  1. Wir beantragen die Erweiterung des Reutlinger Modells.
    Die Stadtverwaltung ermöglicht den Fördervereinen die Wahlmöglichkeit, die Schulsozialarbeit nicht zu übernehmen. In diesen Fällen würde die Schulsozialarbeit durch die Stadt organisiert von einem Träger übernommen. Beispiele für Träger der Schulsozialarbeit sind z.B. Pro-Juva, Mariaberg, u.ä.
  2. Die Verwaltung fragt die Fördervereine und diese können individuell entscheiden, ob:
    1. sie selbst die Anstellung und Verantwortung der Schulsozialarbeit übernehmen, tragen und steuern, oder ob
    2. es für sie vorteilhafter ist, die Schulsozialarbeit durch die Stadt und somit durch den Träger übernehmen zu lassen.

Begründung:

Bei der Aussprache der Fördervereine am 19.11.2019 wurde offensichtlich, dass manche Fördervereine Schwierigkeiten mit der Anstellung und fachlichen Führung der Schulsozialarbeiter haben.

  • Im Wesentlichen waren die Argumente:
    Der Fördervereinsvorsitzender ist Arbeitgeber und führt den angestellten Schulsozialarbeiter sowohl disziplinarisch als auch fachlich. Fachlich ist diese Aufgabe sehr speziell und anspruchsvoll, da es hier um Kindeswohl geht. Das Maß der Verantwortung übersteigt bei weitem die Definition des Ehrenamtes.
  • In kleineren Schulen mit nur einer Teilstelle für den Schulsozialarbeiter ist es schwierig bis unmöglich Urlaubs- und Krankheitsvertretung sowie Nachbesetzungen zu organisieren.
  • Auch für Schulsozialarbeiter ist eine Stelle bei Kleinbetrieben unattraktiv, da zB der gesetzliche Kündigungsschutz nicht greift, die Arbeit immer an derselben Schule abstumpfen und eintönig erscheinen kann. Zudem ist ein Austausch mit anderen Schulsozialarbeitern nur umständlich möglich, Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden.
  • Positives Beispiel einer Stellenbeschreibung (Pro-juva) mit Fokus auf Team und Entwicklungsmöglichkeiten – so nicht möglich für kleinere Schulen.
  • Wir suchen ab 01.02.2020 eine*n Soz.Pädagog*en (m/w/d), Diplom, BA, 50%-Teilzeit für die Uhlandschule-SBBZ in Pfullingen
  • die Stelle umfasst die Schulsozialarbeit (30%-VK) und die Soziale Gruppenarbeit (20%-VK)
  • Sie arbeiten im Team mit einer Kollegin (80%). Aufgabenschwerpunkte sind Beratung, Vermittlung und Einzelfallarbeit sowie Präventionsprojekte.
  • Die Schulsozialarbeit am Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum ist fachlich sehr fundiert, integriert und wertgeschätzt.
  • Der Bereich Schulsozialarbeit besteht aus einem offenen, hochqualifizierten und dynamischen Team mit vielfältigen Kooperations- und Entwicklungschancen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Mit freundlichen Grüssen
Prof. Dr. Jürgen Straub

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